Predigern

Der Kirchenraum bietet einen atmosphärischen, grosszügigen Rahmen für unterschiedlichste kulturelle Glanzpunkte. Klänge können sich entfalten, Worte wirken und Objekte ihren Raum einnehmen. 

Aktuellen kulturelle Glanzpunkte - Konzerte und Ausstellungen - finden Sie im Kalender.

Tanz des Gehorsams 4_Web

Instrumentalvesper zum 100. Geburtstag von Silja Walter

Carl Rütti: «Tanz des Gehorsams» für Harfe und Orgel zu Gedichten und Bildern von Silja Walter.
Freitag, 26. April 2019, 18:30 Uhr , Predigerkirche

Die Schweizer Dichterin und Ordensfrau Silja Walter wäre am 23. April 2019 hundert Jahre alt geworden. Die Predigerkirche erinnert Die Ordensschwester Maria Hedwig (1919–2011) war gleichzeitig die Schriftstellerin Silja Walter. Poesie und Klosterleben, das waren für sie keine Gegensätze, im Gegenteil. Über 60 Jahre lang hat Silja Walter im Kloster Fahr gelebt. Sie hat die Gemeinschaft am Rand der Stadt Zürich und ihre Spiritualität mitgeprägt. Ihr Werk mit Gedichten, Romanen, Theaterstücken und liturgischen Texten inspiriert bis heute Menschen auch ausserhalb des Klosters.

Eines dieser lyrischen Werke sind die neun Gedichte «Tanz des Gehorsams». Zu jedem Gedicht hat Silja Walter auch ein Bild geschaffen. Der Schweizer Komponist, Pianist und Organist Carl Rütti (* 1949) hat diese Gedichte für Harfe und Orgel vertont. Eine sehr spezielle Kombination, die den Gedichten und Bildern von Silja Walter entspricht. Der Komponist spielt sein Werk zusammen mit seiner Schwester Praxadis Hug-Rütti in der Predigerkirche:

Interpretation einer Kadenz

Farbe und Licht – Reduktion

René Gubelmann, «Farbe und Licht — Reduktion», Predigerkirche

Vernissage Donnerstag, 16. Mai 2019, 17 Uhr. Bis Donnerstag, 13. Juni 2019
mit Uraufführung einer Jazz-Mottete basierend auf der architektonischen Harmonie der Predigerkirche
Elisabeth Berner: Orgel, Piano / Gallus Burkard: Kontrabass / René Gubelmann: Schlagzeug
Thomas Münch: Wort

Musikalische Präsentation Samstag, 18. Mai 2019, 14:30 – 15:30 Uhr
Motette (Pentaktonische Improvisation)
Elisabeth Berner: Orgel, Piano / Gallus Burkard: Kontrabass / René Gubelmann: Schlagzeug

René Gubelmann ist Maler und Musiker. Nach einem zehnjährigen Engagement als Schlagzeuger an der Tonhalle und am Opernhaus Zürich studierte er Farbpsychologie in Salzburg. Die Rauminstallation in der Zürcher Predigerkirche hat zum Thema «Farbe und Licht – Reduktion». Denn die vom Dominikaner- Orden in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtete Klosterkirche weist eine harmonikale Entsprechung zwischen Architektur und Musik auf. Diesen Zusammenhang mit einer weiteren Dimension aufzuzeigen, ist des Künstlers Absicht. Es geht ihm um die Sichtbarmachung der Kirchenmusik durch bestimmte Farbklänge. Der Künstler wendet sich mit seiner Installation den sieben verschiedenen Kirchentonleitern zu. «Die Auseinandersetzung mit den auch Modi genannten Kirchentönen sind umso wichtiger, als sie das tonale Ordnungsprinzip der gesamten abendländischen Musik bilden. Da die architektonischen Proportionen der Predigerkirche der C-Dur-Tonleiter entsprechen, bildet dieses das Hauptmotiv meiner visuellen Umsetzungen», erklärt René Gubelmann.

Kunsthistorisch ist René Gubelmann den Zürcher Konkreten zuzuordnen. Die vorliegenden Arbeiten lassen sich jedoch weniger durch physikalische oder kunsthistorische Erklärungen erschliessen, als durch die Wahrnehmung von farblich reizvollen Spannungs- und Harmoniefeldern, die dadurch entstehen, dass sie harmonikale Grundgesetze des Lebens sichtbar machen. In diesem Sinne kommt die Installation der heute interkonfessionellen Ausrichtung der Predigerkirche entgegen. Schliesslich forderten schon die antiken Kirchenväter, die religiöse Bedeutung des sinnlich Wahrnehmbaren zu erfassen.

Harmonik in der Predigerkirche
René Gubelmann  «Farbe und Licht — Reduktion»

Die Installation ist einer der Kunstpositionen im Grossmünster, Fraumünster, St. Peter, Predigern und der Wasserkirche: 6. Mai – 6. Juli 2019 für das Symposium:

Kult & Kommunikation
Über die neuen Verhältnisse zu Bildern in Kirche und Kunst

Symposium Zürich: 17. – 19. Mai 2019