Predigern
2021_Pilger_ohne Text_Web

Die Pilger

Wegen der Coronamassnahmen wird die Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben

Austellung in der Predigerkirche vom 19. Februar bis zum 15. April 2021

Eine Pause zu machen, inne zu halten ist nichts Ungewöhnliches. Während der Arbeit machen wir Mittagspause, im Sport gibt es Halbzeitpausen, in der Musik gibt es unterschiedlich lange andauernde Pausenwerte. Im Theater oder Konzert sind die Pausen das gesellschaftliche Stelldichein im Foyer. Die unterschiedlichen Religionen der Welt kenne eine Pause, sei es im täglichen Ablauf oder innerhalb eines Jahres. Pausen dienen zur geistigen und körperlichen Regeneration, sie sind dringend notwendig, um Kräfte zu sammeln, Wege zu überdenken oder einfach nichts zu tun.

Die Gruppe der PILGER hält Inne, sie machen als Reisende eine Pause, unterbrechen ihr Unterwegssein für einen Moment. Die 17 lebensgrossen Skulpturen des Künstlers Johann Kralewski haben den gewohnten Kirchenraum verändert. Wir können uns der Präsenz der Figuren nicht entziehen, wir können nicht wegschauen, können sie nicht nicht-bemerken.

Lassen Sie uns gemeinsam einen Augenblick unter den PILGERN Platz nehmen, Inne halten und darüber nachdenken, was die Rast bedeuten kann. Für die Pilger ist der Raum ein Interim, eine Zwischenzeit, in der das Woher und Wohin keine Rolle spielt. Doch gleichzeitig ist es ein Raum zur eigenen Reflexionsfähigkeit, in der das Zukünftige neu definiert werden kann.

„Ich will bewegen“, lautet das Credo des Künstlers. Dies gilt sowohl auf körperlicher Ebene wie auch in intellektueller Hinsicht. Die PILGER stehen für die Pilgerreise, die neben den körperlichen Herausforderungen, vor allem auch den Blickwinkel der geistigen Weiterentwicklung des Selbst in sich trägt: Wohin will ich? Bin ich angekommen? Ist mein Ziel noch richtig oder passend?

Die künstlerische Kraft der Installation von Johann Kralewski liegt im Anstoss, den der Künstler auf sensueller Ebene den Ausstellungsbesucherinnen und Ausstellungsbesuchern bietet. Die 17 Figuren machen physisch erlebbar, wie es ist, wenn wir einen gewohnten Ort verändert auffinden und aufgefordert sind, uns darin in andersartiger Weise bewegen.

Der Eintritt ist frei.

Vernissage
Donnerstag, 18. Februar 2021 – 17:00 Uhr • Dr. Caroline Li-Li Yi, Kunsthistorikerin • Els Biesemans, Musik

Ausstellung
19. Februar -15. April 2021

Öffnungszeiten
Sonntag - Montag:      13:00-18:00 Uhr
Dienstag – Samstag:   10:00-12:00 Uhr / 13:00 – 18:00 Uhr